Was ist paraverbale Kommunikation?

Und wie setze ich sie für mich ein?

Kennen Sie die verschiedenen Kommunikationsarten? Sicherlich sind Ihnen die Bezeichnungen nonverbal und verbal bekannt. Beide Kommunikationsmöglichkeiten setzen wir jeden Tag – bewusst und unbewusst – ein. Nicht zu kommunizieren scheint uns nicht möglich, denn wir nehmen eine Kommunikation schon mit unserer Gestik auf.

Eine erfolgsorientierte Kommunikation zu führen ist nicht so einfach wie Sie sich das vielleicht vorstellen, denn es gibt zahlreiche Arten wie Sie die Kommunikation durchführen können. Wenn Sie schon einmal einen Vortrag von mir miterleben konnten, werden Sie die vielen Arten der Kommunikation durchaus erblickt haben. Sollten Sie bis heute noch keinen Vortrag beigewohnt haben, dann wird es Zeit!

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen nun aber etwas über eine spezielle Kommunikation mitteilen.

Was ist die paraverbale Kommunikation? 

Unter der Bezeichnung paraverbale (para-verbale) Kommunikation werden Botschaften verstanden, welche sich auf die Parasprache bezieht. Der Sprecher, also in diese Fall ich bzw. Sie selbst, nutzt die persönlichen Eigenschaften und lässt diese in die Kommunikation einfließen. Zu den Eigenschaften gehören die Stimmeigenschaften des Sprechers und das Sprachverhalten. Beide Eigenschaften machen die paraverbale Kommunikation aus.

Wie lässt sich die paraverbale Botschaft nun von anderen Arten unterscheiden? Das ist eigentlich ganz einfach. Der verbale Anteil einer Kommunikation kann beispielsweise gelesen werden. Der nonverbale Anteil einer Kommunikation wird als Körpersprache widergegeben. Bezieht man sich nun auf den paraverbalen Anteil eines Gespräches, kann dieser Anteil nur gehört werden.

Paraverbale Kommunikation
Paraverbale Kommunikation als Wettbewerbsvorteil

Vom Zuhörer, also Ihnen, wird lediglich die Stimmlage, der Resonanzraum und das Sprachverhalten wahrgenommen. Zusätzlich spielen im Zusammenhang mit dem Sprachverhalten auch die Artikulation, die Lautstärke, das Tempo und die Melodie eine Rolle.

Zusammengefasst: diese Kommunikation ist also das Gesprochen und das Gehörte. Dieses wird durch die Melodie, das Sprachtempo, die Artikulation und die Gesprächslautstärke bestimmt. Die Stimmlage und der Resonanzraum sind entsprechend zusätzlich von Bedeutung.

Wie kann ich die paraverbale Kommunikation nutzen?

Die paraverbale Kommunikationsart ist immer das gesprochene Wort. Das heißt der Zuhörer kann die Worte nicht lesen, sondern nimmt den Kontakt lediglich über das Gehörte auf. Das heißt für mich oder auch für Sie, dass Sie entsprechend mit Ihrer Stimme überzeugen müssen. Das Übermittelte muss mit ihrer Stimme greifbar werden.

Das übermittelte Wort muss also die richtige Gesprächslautstärke, das optimale Tempo und die richtige Sprachmelodie besitzen, damit der Zuhörer die Worte – unabhängig vom Inhalt – als positiv empfinden kann.

Bei der para-verbalen Kommunikationsmethode ist es immer wieder entscheiden sich nicht dem Sprechen zu widmen, sondern einzig und allein dem Zuhören. Wer also auf paraverbaler Ebene agieren will, sollte lernen die richtigen Wörter für den Kontakt zu finden und diese Wörter entsprechend in der richtigen Sprachmelodie zu verpacken.

 Was ist die Parasprache?

Die sogenannte Parasprache bezieht sich auf sämtliche Vokale, die unsere Sprache begleiten. Vokale sind Laute, die uns kommunizieren lassen und den Kontakt zu einem Gesprächspartner ermöglichen.

Die Bezeichnung der Parasprache umfasst unterschiedliche Phänomene der nonverbalen Kommunikation. Dabei spielen wie bei der paraverbalen Kommunikation der Tonfall und die Lautstärke eine Rolle. Auch die Verwendung eines Dialektes oder die Umsetzung einer Pause beeinflussen diese Kommunikationstypen. So kann gerade der Dialekt – ich erlebe es immer wieder mit meinem etwas bayrisch angehauchten Dialekt – einen Unterschied machen.

Laut verschiedenen Definitionen handelt es sich bei der Parasprache um den Beziehungsaspekt der Sprache. Unsere Mimik und die Gestik sind entscheidend in welche Richtung eine Kommunikation verläuft und ob ein Kontakt erfolgreich in Erinnerung bleibt oder nicht. Während wir beispielsweise die Mimik und die Gestik bei einer Erschütterung noch recht gut im Griff haben, ist der Zusammenhang zwischen Emotionen und Sprachverhalten evident.

Die Gründe für diese Entwicklung sind sehr umfassen und lassen sich mitunter in der Lautbildung vorfinden.

Hat die paraverbale Kommunikationsart einen Einfluss auf meinen Erfolg?

Ja, könnte man durchaus sagen. Ein Vortrag wird durch das Zuhören und Betrachten gestaltet. Wenn Sie also beispielsweise einen Vortrag hören, können Sie sich für das Thema begeistern oder es entsprechend langatmig finden. Wie Sie den Vortrag empfinden hängt nicht ausschließlich vom Thema ab, sondern auch von der Übermittlung der Informationen. Ein trockener auf die Theorie gebundener Vortrag kann einen ganzen Saal zum Einschlafen bringen. Sind jedoch die Tonqualitäten, die Pausen und die Akustik richtig gesetzt, so kann auch ein langweiliges Thema die Massen faszinieren.

Nehmen Sie also die paraverbale Kommunikation Ernst und arbeiten Sie an Ihrem Ausdruck.

 

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